Archiv des Autors: Andreas

Bambule, Randale, Literatenskandale

1. März 2021

Habe heute beiläufig mitbekommen, dass mein Büchlein aus dem Jahre 2010 nicht mehr lieferbar sein soll; zumindest wenn man es über den Verlag bestellen will. Sind die Steglitzer die 1.300 Exemplare endlich losgeworden, prima.

Tipp: Mal bei den Amazonen surfen.

Corona-Tagebuch # 240 1/2

16. Februar 2021

Ich habe eben die Neubauten-Scheibe „Fünf auf der nach oben offenen Richterskala“ aufgelegt und freue mich besonders auf das A-Seiten-Lied „MoDiMiDoFrSaSo“, in dem es heißt: „Nimm eine Ereigniskarte / Einmal im Leben kriegt jeder den Magen ausgepumpt.“ Ja, mir ist gerade danach, nach dem Lied, weil ich am heutigen Vormittag beim HNO-Arzt war, wegen gelegentlicher Schluckbeschwerden, immerhin seit Monaten, aber hoffentlich nix mit Covid XY ungelöst. Sodbrennen M, oder wegen Verschlepperietis sogar L. Ich war darauf gefasst, dass der Arzt mir mittels Stäbchen in den Hals kuckt, nicht aber, dass er gleich mit seinem Hochtechnologiestab in meinem Hals die Kehle fotografieren will. Röchel-röchel, zick-zick. Klappte wohl nicht, deshalb sollte es per Sonde oder so, durch die Nase in den Hals gehen. Alter Schalter. Nur „Aaahhh“-Sagen genügte ihm nicht. Erst Husten, dann „Hihi“ machen. „Und ganz normal atmen!“ Danach war mir nicht, aber gut: „Hihi.“ Vom Rückzug seiner Sonde hab ich schon gar nichts mehr gemerkt, die Fotos sind auch prima geworden. Habe nichts Krasses. „Nee, nee – Tantum Verde könn Se nehmen, schadet nix.“ Nach zehn Minuten war ich wieder draußen. Und nun die B-Seite, unter anderem mit „Keine Schönheit ohne Gefahr“. Nachmittags war ich beim Zahnarzt, eine Spritze und 70 Minuten Spaß. Und sonst so? Ich bin endlich 56. Nur noch 5.555 mal schlafen, und schon habe ich das Alter erreicht, wie es immerhin meinem Großvater mütterlicherseits vergönnt war. Zu Weihnachten ´21 erscheint hoffentlich Samba-Marcos Vorwärts-Fibel, in der sich mein Gastbeitrag finden wird. Zu Ostern ´22 feiern wir die Veröffentlichung der TeBe-Fibel, für die ich noch was produzieren muss. In eigener Sache bin ich auch nicht völlig untätig. Sport frei, Frühling herbei!

Nur im Böhmerwald, spielt man so Trompete

15. September 2020

Das war ein schöner Ausflug, letztes Wochenende, mit den vier anderen Herren, die dieses Restjahr auch keinen Roman veröffentlichen: Ahne, Bert, Christian und Micha. Einfach mal mit den Automobilen in die Böhmische Schweiz, gleich hinter Bautzen, um am Sonnabend bei Horny Zick-Zack 20 bis 25 Kilometer zu wandern, hoch und runter, kriechend und hangelnd. Das merke ich noch heute in den Beinen. Macht nichts, auf Arbeit wähne ich mich ja eher im Spätsommerloch, wo ich sogar zum Notizen-machen komme. Ein Dreiwortsatz Weltliteratur am Tag in der Woche ist nicht zu viel verlangt. Immerhin glauben noch einige Fans an mich. Waggy aus London hat mich in seinem zum Weihnachtsgeschäft erscheinenden Werk über die letzte DDR-Fußball-Oberligasaison im BFC-Kapitel verewigt. Und Andrin aus St. Gallen schrieb in seinem Bericht zum Regionalliga Nordost-Knaller VSG Altglienicke gegen Kosmos Auerbach nur über mein Debüt. Stark. Da lege ich doch gleich mal Franks Große Erfolge mit dem tollen Titel auf, der hier als Überschrift herhalten muss.

30, 35 Jahre danach

24. August 2020

Daniel Fröhlich kennt man nicht unbedingt als auskunftsfreudigen Gesprächspartner, wenn es um den wilden Osten der ´80er geht. Umso toller finde ich dieses Tondokument zu den anstehenden Vereinigungsfeierlichkeiten.

Etwa 300 …

14. August 2020

… dürften bei der gestrigen Demo für den Erhalt des Colosseums dabei gewesen sein. Siehe Filmchen. Es ging vom Kino über die Stargarder und Duncker zum Helmholzplatz und von dort aus bis sonst wo. Nick und ick haben uns am ehemaligen Eiscafé Spiegel, welches später immerhin noch als Café Jenseits von gut und böse ganz nett war, mit den Rädern Richtung Blackland entfernt, wo wir einen weiteren Termin hatten, von dem ich heute noch etwas knülle bin. Vor dem Jenseits jedenfalls erinnerte ich mich gerne an die Hammershows der Chaussee der Enthusiasten, immerhin Vorläufer vom Kantinenlesen. Dort traten wir einmal im Monat, insgesamt wohl zehnmal, vor etwa fünf Gästen im hinteren Raum auf, der jedoch nicht so leer wirkte, dank der klobigen Sessel. Vorne im Thekenbereich waren zumeist einige Stammgäste, die uns eigentlich gut fanden, sie seien aber immer an der Theke. Warum wir nicht vorne lesen? Um 1999 herum waren wir schwer im Geschäft, mindestens in Friedrichshain und Mitte, nicht aber in Prenzlauer Berg. Dan Richter, Jochen Schmidt, Volker Strübing, Robert Naumann, Alex alias Kurt Krömer und ick, vor gefühlt ebenso vielen Zuschauern. Wenn man vor das Café trat, sah man all die brodelnden Läden ringsum. Starke Zeiten.

Tipp: Das Interzone-Album Letzte Ausfahrt gibt es jetzt nicht nur als LP für astronomische 77 Euro, sondern auch als CD für 14.

Auf zum Colosseum

13. August 2020

Die Reformbühne neulich war eine tolle Sache. Sechs Herren ohne Damen hatten ein bisschen Werbung gemacht und schon war die stinkende Stube voll. 250 Menschen im Baiz. Punk sei Dank. Habe auf deutsch und koreanisch vorgelesen. Und sonst so? Konrad suchte übers Gesichtsbuch jemanden, der mit ihm einmal wöchentlich Ukulele übt. Habe mich darauf eingelassen und besuche ihn nun alle 7 Tage im Garten, zehn Minuten von meinem Kiez. Er fragt immer, was ich trinken will und ich antworte ehrlich; ich frage, was ich mitbringen soll, aber darauf antwortet er nie. Is besser als Keller-uffräum. Auch gut ist, dass Konrad schon ein halbes Jahr Vorsprung hat, er eine Ukulele für mich klar machen konnte und ich mit den ersten Lektionen klar komme. Ein Auftritt in Schmachtenhagen ist seit dem gestrigen Mittagsschmaus mit Oi! The Max am Senefelderplatz auch schon gebongt. Wenn Konrad und ich bis dahin nichts musikalisches zustande kriegen, lesen wir eben auf deutsch und koreanisch vor; dagegen können die Umlandglatzen gar nichts machen. Was ich eigentlich schreiben wollte: Heute heißt es ab 18 Uhr 30, für den Erhalt des Colosseums auf der Schönhauser Allee im Weg rumzustehen, oder die Gleimstraße hoch- und runterzulaufen. Soll schön regnen. Ich bin dabei. Die Kapitalisten kriegen ihren Scheiß nicht mehr alleine hin, die haben schon vergessen, dass sich der Gleimkiez nach der Wende erst so richtig umkrempeln ließ, als 1997 das Kino als XL-Ding wieder eröffnet wurde. Na gut, so´n Multiplex-Kino braucht man unweit der Kulturbrauerei sicherlich nicht, aber wie wäre es denn, wenn verschiedene kulturelle und soziale Einrichtungen unter diesem Dach unter kämen? Von mir aus kann man in diesem einstigen Pferdebahnenfuhrpark auch gerne einen Pony-Hof integrieren.

Anmelden nicht vergessen

20. Juli 2020

Für den kommenden Sonntag, dem 26. Juli, lädt die Reformbühne Heim & Welt zu einer neuen Ausgabe ins Baiz ein, wo die Maskenpflicht nach meinem Kenntnisstand auf Berlin-Brandenburger-Boden am strengsten gehandhabt wird. Man kann das Ding praktisch nur weglassen, wenn man am Tisch sitzt. Aber auf was lässt man sich nicht alles ein, um ein bisschen Lesebühnenkultur zu tanken? In den Veranstaltungsraum werden nur 20 oder 25 Fans gelassen, deshalb ist eine Anmeldung unter reservierung-reformbuehne@web.de zu empfehlen. Liest sich schlimm, ist es auch aber nicht; außerdem kann man im Willy Bresch und anderswo wieder machen, was man will; außer an der Theke herum lungern, und so weiter und so fort, et cetera pp. Vom Reformbühnenstamm sind wohl Falko Hennig, Spider und Ahne dabei, als Gäste kommen Konrad Endler, Neumi, Daniel Fröhlich und ich. Herrn Fröhlich kennt man seit einigen Jahrzehnten als Einsatz-Gitarristen, er gibt hier sein Lesungsdebüt. Nach unserer Show soll das gegenüberliegende Gotteshaus besetzt werden, von den Heiden aus Erkner-Nord, hörte ich.

26.7., P.S. : Die 25 Plätze sind seit dem 23.7. weg.

Nur Fliegen und Vögel am Tierpark …

26. Juni 2020

… zumindest auf der Höhe des 9. OGs von Marcos Neubauwohnung. Und jede Menge frischer Luft und lieber Sonne. Vor der verquatschen Lesung haben wir schön gegessen und währenddessen gut getrunken. Kann man wohl auch als Facebook-Verweigerer sehen. Wenn nicht, ist auch gut …