Früher war alles lauter und grauer

23. Juni 2019

Habe nach langer Funkstille der zuständigen Agentur über meinen Kumpel und Kollegen wider Erwarten doch noch eine Karte für den Olympia-Kessel bekommen. Vorsichtshalber schrieb ich vor dem Konzert die vereinbarten 3.000 Zeichen. Alles richtig gemacht. Rammstein ham urst jefetzt.

Was macht eigentlich Terry?

22. Mai 2019

Die Älteren erinnern sich, ich hatte vor fast 20 Jahren eine Geschichte über Terry geschrieben, dem Mitbetreiber vom Schall & Rauch-Plattenladen in der Winsstraße, dem Kreuzritter der Kommunikation. Nun, er lebt und legt auf, trinkt Brause und tritt im Radio auf. Schön.

Die abgespeckte Version der langen Buchnacht war übrigens ziemlich dufte; zuerst mit Flo im Blauhaus als Akteur, später mit Hinz & Kunz im Goldenen Hahn als Fan. Die Lesung am Sonnabend mit Samba-Marco wird eine gelungene Symbiose. Ick lese ditt erste Mal in Neukölln!

Wo jeht´s hier zu McDonald´s?

18. Mai 2019

Flo und ich werden uns heute rechtzeitig in Kreuzberg herum treiben, um das Bundesliga-Finale zu kucken und einige Lange-Buchnacht-Kollegen zu besuchen, bevor wir ab 20 Uhr das Blauhaus rocken. Eintritt umsonst, Bücher teuer.

Im Osten jab´s nüscht, nich ma Lesungen

17. Mai 2019

So um 1987 sickerten in meinen Freundeskreis in Prenzlauer Berg einige Fanzines aus West-Berlin ein, bewerkstelligt von Trevor Wilson, Max Goldt & Co. Ich und mein Staubsauger – für mich ein kleiner Urknall. Im Osten nahm ich keine Lesungen zur Kenntnis, aber im Sommer ´89 ging ich rechtzeitig zur Lesung in die Alte Pumpe in Schöneberg, wo Max Goldt und Wiglaf Droste auftreten sollten. Einige Hundert Leute werden drinnen gewesen sein, ein Dutzend Zuspätkommer kuckten durch die großen Fensterscheiben. Hatte was von Popkonzert. So mussten Lesungen ablaufen. So um 2000 herum war Wiglaf einmal zu Gast bei unserer Chaussee der Enthusiasten, damals noch im Keller der Tagung, im Cube Club. Prima besucht war unsere wöchentliche Veranstaltung sowieso immer, aber an dem Abend sahen einige Fans bestimmt nichts von der Bühne; wir strengten uns wohl noch ein bisschen mehr an. Ich glaube, Wiglaf fand Lesebühnen eher doof, aber bei uns war er nett und fleißig. Dass so einer plötzlich geht, hat man nicht wirklich auf dem Schirm; so einer war doch schon vor einem da und müsste auch länger bleiben.

Tipp: Die Nachrufe in junge Welt, Tagesspiegel und taz lesen.

Liebe Leipziger …

10. Mai 2019

… es soll, wie ich vom berühmten Autoren Florian Ludwig heute Nachmittag mitten im Big Pankower Schienenersatzverkehr telefonisch erfahren habe, in der Messestadt ein Plakat geben, auf dem ich für die morgige Sause von Roter Stern Leipzig als Gastleser angekündigt werde. Das ist nett, aber falsch, wegen communication breakdown und so. Flo ist allerdings wirklich morgen in Leipzig am Start, bestimmt liest er einige meiner Texte erfüllt er alle Erwartungen. Feiert diesen rassigen Ex-Rathenower! Ich bemühe mich, im anstehenden Jahrhundertsommer bei euch aufzukreuzen, da es zum 20. vom Stern einige Feierlichkeiten geben soll. Flo will mir übrigens ein Plakat mitbringen. Also das zur morgigen Veranstaltung, obwohl es mich auch freuen würde, wenn ich nachträglich eines dieser Plakate zur Sause aus dem Sommer 2004 bekommen würde, wo es um die EM oder so ging, auf dem nicht nur ich angekündigt wurde, obwohl ich deutlich abgesagt hatte, sondern auch Vladimir Kaminer; ja richtig, der Russendisko-Wladimir, falsch geschrieben, haha. Und falls ihr euch etwas für Marco und mich und sehr für Rasenballsport Leipzig interessiert, wir lesen vor dem DFB-Pokalendspiel in Neukölln. Vielleicht trage ich dort mein heißes Altona-Trikot.

Zugabe: Wappen uff Facebook.