Die Show muss weiter gehen

14. Oktober 2018

Volles Haus beim Kantinenlesen. Das Wiedersehen mit der Chaussee der Enthusiasten kam beim Publikum sehr gut an, ich weiß gar nicht genau, warum. Also warum die Chaussee so viel besser rocken soll als die anderen duften Truppen. Am 28. Januar soll es jedenfalls eine Neuauflage geben. Ansonsten kann ich hier noch die frohe Botschaft ausplaudern, einen Übungsraum gefunden zu haben, da das Saxophon in meinem Wohnhaus ja doch ziemlich scheppert und ich den lieben Leuten nicht meine Wiederholungen zumuten möchte. Nunmehr lärme ich im Neubaukeller meiner Arbeitsstelle, im Zeitungsarchiv, in dem sich außer mir für gewöhnlich niemand herumtreibt. Im Fitnessstudio über mir bekommt man nichts mit, auch wegen der eigenen doofen Musik, das habe ich heute heraus gefunden. Hurra!

Deine Lesung, meine Lesung

28. September 2018

Hier noch mein Text, der auf Florian Ludwigs gestrige Buchvorstellung hinweist, haha. Das Baiz war sehr gut besucht, es hat Spaß gemacht. Nun beackert er Rathenow und Ankara Babelsberg. Ich bleibe in Berlin, mache morgen beim Kantinenlesen mit, für das schon 99 Karten im Vorverkauf weggegangen sein sollen. Während der anschließenden Disko werden die Autoren aber alle schon im Bett sein.

Nach dem Baiz ist vor dem Baiz

17. September 2018

Das war ein schöner Sonnabend Abend im Baiz, also der vor acht Tagen, als Jan, Ahne und ich dort unsere Schmalzstullen-Show schmissen. Danke, danke, den fleißigen Baiz-Leuten und dem zahlreichen Publikum. Wir sehen uns spätestens im Spätsommer 2019 wieder, zur Neuauflage vom Palast der 1.000 Stullen. Wahrscheinlich aber sogar schon am Donnerstag dem 27. September, wenn Kumpel Florian dort sein Zweitwerk Brandenburg muss brennen, damit wir grillen können vorstellt. Ich werde als Publikumsnase anwesend sein, vermutlich Unterrang, Reihe 2, am Fenster. Zumal ich die Ehre hatte, auf der Buchrückseite den Autor zu lobpreisen. Ich kenne ihn seit einigen Jahren hauptsächlich als Fußballgenossen. Es ging zu Fuß in das Cantianstadion, mit der Eisenbahn nach Altona, auch mal mit der Straßenbahn zu Kaltfront und den Skeptikern ins Astra. Ich habe natürlich Florians Debüt Mit Fußfesseln bin ich nicht so flott gerne gelesen, sowie in die Datei mit den Auszügen aus Brandenburg rein gekuckt; ich lese aber lieber demnächst das richtige Buch, auf dessen Rückseite ich verlautbare: „Florian ist ein Zeckenhoolteddy, zu dem sich in der Kneipe die Mädchen setzen.“ Darauf elektropostete er mir: „Dachte ick mir schon, dass Nick und Hartmut Mädchen sind.“ Am morgigen Dienstagabend besuchen wir Nicks Buchvorstellung im kleinen Laden des junge-Welt-Buildings am Rosa-Luxemburg-Platz. Wird wohl Trockenfutter über Kurden und Türken, allerdings verständlich performt. Habe bestimmt nur einen Stehplatz an der Tür, weil ich bei der Zeitung neues deutschland arbeite, nun ja. Am letzten Septembersonnabend entere ich mit den Stars der Chaussee der Enthusiasten übrigens die Bühne vom Kantinenlesen. Soll gut besucht und hochklassig werden, wobei ich zwischendurch einige Mal das Niveau senke.

Endlich Herbst

4. September 2018

Der Vorteil von Berlin gegenüber Malta ist zum Beispiel der, dass, wenn hier wie dort 38 Grad im Schatten angesagt sind, es hier viele schattenspendende Straßen und Parks gibt. Auf der fernen Insel gab es nur die milden Nächte, und kaum das die Sonne halbwegs aufgegangen war, so gegen 5 Uhr, sprang jedermann von der Pritsche, hinaus auf die Tower Road, um zu joggen, so dass diese sich schon früh um 6 als zu voll und zu heiß darstellte. Diese Strandpromenaden-Jogger nervten, vor allem die feschen Franzosen, diese Scheiß-Weltmeister, weshalb ich mich mit den angejahrten Einheimischen solidarisierte und zu jeder Stund´tapfer dagegen zu halten bereit war. Eines Abends, es war gegen 21 Uhr und schon ziemlich duster, kamen mir auf einem schmalen Gehweg zwei dunkle Gestalten forschen Schrittes entgegen. Sie riefen mir etwas zu, auf Malti oder was weiß ich. Ich verstand kein Wort, auch weil einige Meter vor den Läufern ein großes Knatterauto ankam. Nein, keinen Fußbreit den Joggern, dachte ich. Doch als wir fast aneinander geraten waren, offenbarte sich das Auto als Müllwagen und die Läufer als arme Schwarzafrikaner, die die vor den Haustüren abgelegten Mülltüten möglichst flink von dort in den fahrenden Container zu befördern hatten. Ich war eine Produktionsbremse, wohl auch ein Integrationsverächter. Nun ja. Über meinen letzten Malta-Urlaub habe ich keine heiße Story geschrieben, auch weil ich dort nicht Philipp Boa getroffen habe, weder im Pub Lady Di, noch in der Vereinskneipe vom Sliema Wanderers FC. Doch seine neue Scheibe Earthly Powers ist sehr gut. Jedenfalls lese ich am kommenden Sonnabend nur alte Knaller vor, vielleicht sogar meinen 2001er Smash Hit Malta sehen und sterben „Auf den Spuren von Heinz-Florian Oertel“. Ahne und Jan von Im Ich werden ebenfalls auf den Brettern sein, die das Baiz bedeuten. Es soll selbst geschmierte Stullen geben, allerdings nicht von mir, das sage ich gleich, auch weil im Hut, der rumgehen soll, sowieso nichts drinnen sein wird. Die Hauptsache ist aber, dass es mal wieder drei Tage regnet. Herbst, eile herbei!

Sonnabend, 8. September, ab 20 Uhr im Baiz, im Palast der 1000 Stullen mit Ahne, Jan und mir. Eintritt gegen Spende oder Hundeblick.

Yaamy, Yaamy, Yaamy

10. Juli 2018

Ick bin vielleicht n Experte. Da lad ick mich halbwegs selber bei Radioeins ein, um Werbung für die letzte Veröffentlichung zu machen, aber die tu ick dann pauschal als Kleinkram ab. Na immerhin jing ditt Jequatsche janz glimpflich aus, auch dank der netten Marion.

Heute 18 Uhr im Yaam: Gesellschaftsspiele präsentieren Jacinta Nandi, Ahne und mich. Umsonst und draußen oder drinnen.