Huhu!

30. November 2017

Am kommenden Sonnabend gibt es eine sicherlich spannende Jahresfeier in der ziemlich duften Kulturkaschemme Baiz, und zwar unter dem Motto „Märchen“. Ich werde wohl als Poetenzwerg gehen und so aussehen wie immer. Viele werden das tun, sogar die Leute, die keine Zauberkarte haben und an der Pforte gnadenlos abgewiesen werden. Kumpel Flo, der mir die Karte klar machte, meinte, er kommt als Zeckenhoolzivi. Na gut, ich ziehe jedenfalls zur Feier des Tages die schwarz-weiß karierten Hosenträger an. Sagt man neuerdings so, anziehen; früher, als der Bezirk noch Baiz-los war, wurden die einfach rumgemacht. Ich könnte auch als „Märchenonkel“ gehen, mir das Morrissey-Shirt anziehen und einen Alu-Hut basteln und aufsetzen. Der Herr singt auf seinem neuen Album ziemlich eindimensional gegen die „Propaganda der Hauptstraßenmedien“ an, und dann erst das Spiegel-Gespräch, aus dem viele Blätter abgeschrieben haben, aua. Trotzdem ist „Low In High School“ ein Top-Album des Jahres, hier und da sogar mit angemessen eingesetzten Bläsern. Für einen textlichen und musikalischen Kracher halte ich vor allem I Wish You Lonely. Und der Text von All The Young People Must Fall In Love passt meiner Meinung nach besser auf die Musik von When You Open Your Legs. Außerdem entdeckte ich dieser Tage erst den hübschen Revelation-Sampler, mit eher unbekannten Songs von vor 25 Jahren. Leute, mir geht es gut, auch wenn meine Firma in finanziellen Schwierigkeiten steckt; aber ein Namensvetter und Kollege meinte, wir gehen erst pleite, wenn der BER eröffnet wird. Schön. Die nächsten zwei Wochen zelebriere ich meinen Urlaub in Berlin, werde mich herumtreiben, zum Beispiel am 8.12 . im Goldenen Hahn, wo die neue Ausgabe von Saufen aktuell per Lesung vorgestellt wird. Bin nämlich das erste Mal in dieser kompetenten Fachzeitschrift. Der vorhersehbare Erfolg wird am 14.12. im Baiz wiederholt.

Ansonsten: 9.12., mit dem Sax bei der Session bei Ernst im Wedding; 26.12., mit Zetteln bei LSD.

Knuts Knipser

17. Oktober 2017

Vor knapp zehn Jahren lancierte Freund Janusz ein seltsames Wehrmachtssoldaten-Eisbären-Foto in das Archiv unseres Zugriff-BFC-Fanzines. Wir wollten dieses Foto irgendwann einmal nutzen, ahnten aber nicht, dass es im Herbst 2009 sogar auf dem Deckel der Nummer 5 landen würde, samt der Schlagzeile „Knuts Opa war Nazi“, und für reißenden Absatz sorgen täte. Täterätää. Ja, unser Knut-Bashing ließ den Rubel rollen. 2014 legten einige Kumpels und ich mit der Schallplatten-Kassetten-Heftchen-Veröffentlichung nach. Leider zu spät für einen Skandal. Eisbär Knut war tot und schien vergessen. Davon abgesehen konnten Janusz und ich so viel nach dem Foto googeln wie wir wollten, wir bekamen nicht heraus, wo er es ursprünglich gezogen hatte. Doch vorgestern schickte Freund Florian einen Link zu einem längeren Spiegel-Artikel herum, in dem es um die einstige Mode ging, sich mit einem vermeintlichen Eisbären fotografieren zu lassen. Krass.

Meine erste SED-Million

30. September 2017

Eine gute Nachricht und eine gute Nachricht: Als ich zu meinem Kantinenkumpel und Berlin-Kulturseiten-Boss Martin sagte, dass ich es nach drei Jahren mit der Kolumne mal ruhiger angehen lassen möchte, vielleicht für einen weitestgehend von Kollegen weitergeführten „Globus“ nur einmal im Monat was schreiben, meinte er, so eine Kolumne gibt es für gewöhnlich gar nicht so lange, wir können den „Globus“ einstellen und ich schreibe ab und zu für den „Montag Morgen“ oder ähnliches. Prima. Neben meiner gestrigen Kolumne findet sich ein nettes Abschiedswort von Martin. Halleluja! Und nun? Ich habe Bock, einen langen Riemen zu fabrizieren, aber keinen zum Vorgestern, eher einen zum Übermorgen.

Magisches Geheimnis

23. September 2017

„Irgendwann fand die Loveparade nicht mehr in Berlin statt, wir hatten gewonnen.“ Klick.