Viva Hannes

Hannes Hegen, der Erfinder der Digedags, hat sich mit 89 Jahren verabschiedet. Er war ein Pionier in der DDR-Zeitschriftenlandschaft, ein Europacup-Sieger unter den Comic-Zeichnern. Unvergessen, unübertroffen: die Serien “Ritter Runkel” und “Amerika”.

Zugabe: 99 schwarze Ballons

Wir waren keine Revolutionäre

Neulich habe ich mit Christian, dem Schreiberling einer Zeitung, die ich bis dato nicht kannte, beim Bäcker eine Erdbeermilch getrunken, da er einen Artikel über den ´80er-Jahrefußball in Ostberlin fabrizieren wollte. Hat er korrekt getan, finde ich. Auf dem Nachhauseweg traf ich in der Greifswalderstraße Volkan Uluc, den bis vor kurzem amtierenden BFC-Trainer. Eigentlich wollte ich ihm nur kurz und bündig alles Gute wünschen, doch es ergab sich ein Kurzgespräch, in dem er meinte, er habe die Suspendierung von Philipp Haarstrup nicht im Alleingang getätigt, sondern transparent mit Spielern und Verantwortlichen. Dass er nun als der Buhmann dastehe, damit käme er klar, aber wie die Verantwortlichen in so einer Angelegenheit verfahren, daran hätte sicher auch der nächste Trainer zu kauen. Thomas Stratos übrigens. Meine derzeitige Begeisterung für den BFC hält sich in Grenzen, das Spiel gegen Magdeburg sah ich vor allem als Gelegenheit, mich unter den Fans umzuhorchen und muss sagen, optimistischer bin ich seit dem letzten Sonnabend nicht. Aber ist ja nur Fußball.

Entdecken Sie endlich The Style Council

Dank des Streiks der GDL darf ich die Nachtschichten meines Umlandkollegen übernehmen, in einem Champions League-Theater, wo ich zwischen Mitternacht und 2 Uhr, und dann noch mal zwischen 4 und 5 Uhr, anstrengende Fernsehsendungen verfolge, so dass ich zwischen 6 Uhr 15 und 6 Uhr 40 in der Straßenbahn hänge, als hätte ich die ganze Nacht getanzt und gesoffen.  Immerhin bekomme ich trotz der unrhythmischen Tagesabläufe meine wöchentliche Kolumne hin.

Tipp: Heute 20 Uhr, Fanprojekt Haus, Tops- Ecke Cantianstraße. Sambamarcus´ Buchvorstellung.

Galgensonntag

So, nachdem die aktuelle Kolumne wegen der Urlaubswoche einige Tage vor der Veröffentlichung gestrickt werden musste, stehen nun wieder die üblichen Pflichten und Schichten an. Und ab und an eine Lesung. Die nächsten Termine könnten noch in diesem Jahr in der Schweiz absolviert werden, der entfernteste steht für den 4. Juni ´15 im Zimmer 16 zu Pankow fest.

Zwischen den Welten

“Im nächsten Buch schildert Marco seine Affären mit den brasilianischen, kroatischen, deutschen und polnischen Frauen.” Klick.

Lichter der Großstadt

“Die Zusatzzahl traf ich, als vor dem Empfangsbereich ein objektfernes Hündchen angeleint war und ich das dazugehörige Herrchen sofort im »richtigen« unserer 20 WCs vermutete.” Klick.

3.10.

Wenn ich mich richtig erinnere, dann habe ich in den 3.10.1990 hineinfeiern wollen, im Rahmen eines Reggae-Konzerts in Kreuzberg oder Neukölln, in dessen Anschluss ich einen Skandal erwartete. War aber nichts. Am 3.10. ist nie was. Heute habe ich ausgeschlafen, es gibt keine Tageszeitung und auch keine neue Kolumne von mir. Nächsten Freitag, Baby.

Tipps für den 4.10.: Zu 13:30 zu BFC gegen Cosmos Meuselwitz ins Cantianstadion gehen und 16:45 in Oranienburg in den Oi!Bus steigen, um in der Pionierrepublik im Rahmen des 30. Geburtstages vom Langen der Lesung von Robert Naumann und mir zu lauschen, nach der in den 5.10. hinein gefeiert wird.

Hier muss sich was ändern

Nachdem ich gestern zum 1., 2. oder 3. Mal in anderthalb Jahrzehnten einen Lesebühnentermin platzen lassen musste, nämlich den bei den Weddinger Brauseboys, fragte mich heute Mittag der Dompteur Dan telefonisch, ob ich spontan mit zum gut dotierten Görlitzer Kantinenlesen käme. Ging aber nicht, weil ich heute bis 15 und morgen ab 7 Uhr auf Arbeit die neue Konkret- und eine alte NMI & Messitsch-Ausgabe lesen muss. Meine aktuelle Kolumne kenne ich schon.

Tipps: Teilzeit arbeiten, ein Geschenk zum 50. von Hoolywood-Sven besorgen, sowie für sich zwei Hosen und Hemden.