Ick bin nich schuld an ebay

Wenn man sich als Schreiberling für ne andere halbwegs neue Bühne interessiert, schleicht  man  sich da als Gastautor ein, und das habe ich vorgestern bei den Couchpoetos getan. Hat mir gefallen, das Lokal, die Truppe, das Programm und das Publikum. Gibt es leider nur einmal im Monat. Und vor allem habe ich neben meiner Rolle als Leser einen gefühlten Quantensprung als Saxophonist erlebt, nämlich als Begleiter vom Sänger & Gitarristen Jan von Im Ich. Wird an anderer Stelle so ähnlich wiederholt. Hurra! Und wie ich von einem Gast erfahren habe, hat er vor Jahren meine BFC-Verherrlichung für 60 Euro bei ebay ersteigert. Krass. Habe ihm trotzdem nicht meinen abendlichen Verdienst geschenkt, sondern nur 0,33 Cent vom Knut-Zine-Preis erlassen, ich Schuft. Meene olle Verherrlichung von Anfang ´99, jaja, mit der erfüllte ich für einige angehende Schreiberlinge sogar eine Vorbildfunktion, zum Beispiel für Normans Bin beim Club oder Matzes Knackwurschtliga, die ich beide empfehlen kann. Jawoll, und einen Glückwunsch nach Chemnitz obendrauf. 10:9 gegen Mainz, oh yeah!

Nächste Lesung: 28.8., Chaussee der Enthusiasten.

Fleißig, fleißig

Habe gestern mit Jan von Im Ich geübt, damit er an der Gitarre und ich am Saxofon für den kommenden Donnerstag ein flottes fremdes, sowie ein lahmes eigenes Lied vortragen können. Siehe Termine. Und für den Bratwurstdealer verfasste ich eben einen Beitrag über die Partie FCC gegen BFC, den ich aus gesundheitlichen Gründen mit Apolda Rocker unterschrieb.

Friede, Freude, Rostbratwurst

Ein Wochenenausflug nach Thüringen steht an, ich werde auf familiären Pfaden in Apolda wandeln und das fußballerische Tohuwabohu in Jena verfolgen, von weitem, aber trotzdem mittendrin. Mein Artikelchen für den dortigen Allgemeinen Anzeiger beschert mir ein Plätzchen auf der Bonzentribüne und ein Häppchen auf der VIP-Wippe. Gruß mit Zugabe.

Friede, Freude, Rostbratwurst

Nachdem der BFC Dynamo in der Vergangenheit einige Zweijahrespläne vergeigte, gelang nun der Aufstieg in die Regionalliga sehr souverän mit 34 Punkten Vorsprung; wobei der jeweilige Tabellenzweite immer mit 2:0 oder 3:0 nach Hause geschickt wurde, ohne groß im BFC-Strafraum aufgetaucht zu sein. Die Väter des Erfolges heißen u.a. Volkan Uluc, Kevin Meinhardt und Peter Meyer, die als Trainer und Sportlicher Leiter, sowie Geschäftsführer und Großsponsor die Zügel fest in den Händen halten. Die Mannschaft ist zusammengewachsen, das Geld kommt pünktlich. Der BFC hat neuerdings einige integrere Typen am Start, die Medien spielen halbwegs mit. Dass mittelfristig auch der Aufstieg in die 3. Bundesliga angegriffen werden soll, pfeifen die Spatzen von den Dächern. Doch man unterschätzt die Regionalliga nicht, bevor man in ihr angekommen ist. Für alt gediente Anhänger ist diese Liga insofern Neuland, weil sie sich mit den Wirren des Kartenkaufs für Auswärtsspiele befassen müssen. Es wird von 1.300 BFCern gemunkelt, die dabei sein wollen, obwohl dieser Knaller in die Urlaubszeit fällt. Zum FCC hat der BFC ein entspanntes Verhältnis, wenngleich Dynamo als einst meistgehasster Verein der DDR keine Fan-Freundschaften pflegt. Immerhin kam es vor Jahren unter einigen Fans beider Vereine im Sportforum zu einem Freundschaftsspiel, sowie einem Grillfest, und der FCC-Fan-Beauftragte Onkel Matze schrieb oft für das BFC-Fan-Magazin „Zugriff!“ Friede, Freude, Rostbratwurst. Die Punkte gehen nach Berlin , da das an nahezu allen BFC-Fans vorbei kreierte Maskottchen „Helmut“ vor dem Spiel und in der Halbzeitpause in der Gastgeberkabine sein Schockprogramm aufführen wird.

Macht doch mal was anderes als Electro für die Jugend

Vorgestern im Kaffee Burger, da verwunderte es mich nicht wirklich, dass die dufte Reformbühne so spärlich besucht war. Liegt wohl auch am Kaffee Burger, dass über Jahre ziemlich rockte, weil dort viele kreative Anwohner verkehrten, egal ob sie da einen Auftritt hatten. Aber gut war wohl nicht gut genug. Aus meiner Sicht begann alles vor einem Jahrzehnt mit der Hinauskomplimentierung vom DJ-Urgestein Lt. Surf und endete mit dem allnächtlichen Touristengebimmel. Vorgestern hatte ich zumindest nach der Lesung noch mit dem Mitternachtsmob gerechnet, doch das Konzert der mexikanischen Ska-Band wurde nahezu ausschließlich von den vorher agierenden Autoren gefeiert. Mal sehen, ob die Burger-Betreiber in Zukunft auf electro for the youth setzen. Interessanter fände ich so was wie Seniorenmuzak für Mitvierziger. Kaffee Burger – back to the roots, you know. Mich würden 222 weitere schöne Nächte freuen. Die Reformbühne dagegen zieht zum Septemberbeginn zum Strausbergerplatz um, in die Dachetage vom Haus Berlin oder so.

Früh joggen, spät sitzen

Wer sich am morgigen Sonntag nicht bis 7:00 Uhr zum Joggen zu früher Stunde überwunden hat, dürfte danach aufgrund der Temperaturen auch nicht mehr aus die Puschen kommen. Als Entschuldigung gilt nur die abendliche Anwesenheit bei der Reformbühne Heim & Welt. Ich bin dabei, 6:45 & 20:15 Uhr… Wird bestimmt gut und leer.

Balkon-Power Pankow

So was kam letzten Sonnabend Nachmittag raus, als ich für unsere Werke dufte Werbung fabrizieren wollte, aber vergessen hatte, einen Lockerungs-Whiskey zu nehmen. Trotzdem, Gruß und Dank an den Kameramann Carsten Lisecki und den Musiktruhen Master Henning. Ein Hoch auf die rheinländisch-berlinerische Freundschaft.

Wo der Eisbär Pogo tanzt

Mein gelegentlicher Unterstützer, das aber schon seit 2001, der ND-Mini-Chef Martin Hatzius, hat mir mit seiner Knut-Rezension bestätigt, dass man mir alles andere als Marktgeilheit vorwerfen kann. Danke dafür. Andererseits habe ich bis heute einfach keine Ahnung vom Bussi-Business. Jedenfalls, schönen Urlaub auf Rügen, Martin and family.

Tipp: Sich die ab Freitag erhältliche neue Mozzer-Scheibe schon mal per Stream reinziehen.