Mensch Gläser …

… machste jetze einen auf Stein, oder wat? Hm. Habe letzten Dienstag gegen 21 Uhr 30 einen Anruf von Spider bekommen, wo ich denn bliebe, da LSD gleich los ginge. Autsch! Ich habe LSD vergessen, mich verplant, alles verpeilt – mit einer Madame im Baiz drei Brausen getrunken. Der Lesebühnentermin stand hier wochenlang unter, jawoll,  Termine, wo ich nicht so oft nach sehe, dafür aber nicht in meinem volkstümlichen Kalender. Sorry. Bin auf dem 1. Arbeitsmarkt so´n Schichtsurfer. Kurze Nacht, einen Tag frei, langer Tag, halber Tag frei, lange Nacht und für einen ausgefallenen Kollegen einspringen. Immerhin kriege ich noch meine wöchentliche Kolumne gebacken. Und zwecks sonstiger Zetteleien gelobe ich Besserung.

Muckefuck statt Brause

Meinen heutigen Gastauftritt bei den Brauseboys musste ich absagen, da ich auf Arbeit für einen Kollegen einspringe, was irgendwie okay ist, da die Herrschaften dort auch Verständnis für meinen Schichttausch wegen einem Theaterstück haben.

Nächstes Brause-Date: 2. April.

Wer ist Ron Hill?

Ich absolvierte gestern Abend auf der schönen Insel Irland Stralau in einem italienischen Restaurant eine Solo-Lesung vor den Mädels und Jungs vom Laufsportverein Ron Hill. Die Stubenjüngste war gelangweilt, wie sie mir ehrlich unter sechs Augen sagte, und ein etwas über 70jähriger hielt mit seiner Kritik auch nicht hinterm Berg – aber insgesamt gestaltete sich die Angelegenheit recht kurzweilig. Nach meiner ersten halben Stunde, die cirka 50 Minuten dauerte, fanden sich alle Besucher zur zweiten Halbzeit ein. Ja, es war eine dufte Show, wenn auch kein Vergleich mit dem Fest von Heinz-Florian Oertel. Yo, Digger! Ansonsten findet sich ein Textchen von mir im heutigen ND, im Papierprodukt, nicht im Intrigennetz. Sind wohl viele EDV-People im Urlaub. Deshalb hier der Brief eines kanadischen Bürgermeisters an muslimische Eltern.

gegen das vergessen

Seit 1998 bin ich bei den Lesebühnen mehr oder weniger dabei. Gerne. Doch den letzten anstehenden Auftritt habe ich schlichtweg vergessen, den am Sonnabend beim Kantinenlesen. Neulich. Schade. Muss gut gewesen sein, bei der Besetzung. Und? Ich war am Nachmittag im Sportforum Hohenschönhausen beim Testspiel zwischen dem BFC Dynamo und Lokomotive Leipzig. Es ging vor 1400 Zuschauern 1:1 aus. Leider gab es in der Nachspielzeit nur einen Freistoß an der Strafraumgrenze, keinen ´80er-Jahre-Gedenk-Elfer vom uminösen Punkt in der 96. Minute. Tja, ich habe nur auf ein Bier im Vereinsheim vorbeigeschaut, wäre für die 20-Uhr-Lesesause allemal fit gewesen. Ich war weder mit Oi! The Max bei Infa Riot, irgendwo in Kreuzberg, noch bei Katjas Geburtstagsschubidu in Prenzlauer Berg. Ich war auf Arbeit in Mitte, und zwar 7 Stunden vor meinem Dienstbeginn, weil dort ein lustiger Kollege seinen Ausstand gab, und dann habe ich in dem Theater gleich geschlafen, auf der Brecht´schen Liege, um pünktlich zu meiner 12-Stundenschicht zu erscheinen, während der ich in meinem Geburtstagsgeschenk von vor knapp zwei Wochen las. Tja, diese Neuordnung des Jobs beschäftigte mich schon sehr, aber nun habe ich diese Faxen hinter mir; werde für Gläsers Globus auch wieder neues Material abliefern, nicht nur einen Knut-Baustein, wie letzten Freitag.

Tipp für den 5. Februar: Gläsernikovs Solo-Lesung.

Was macht eigentlich Heintje?

Nicht das nichts los ist, oder ich keine Meinung hätte. Ich kritzelte auch irre Notizen auf meine Zettel, aber brauchbar für die Kolumne im Neuen Deutschland sind sie nicht. Gut, geradezu super, dass ich mir dessen bewusst bin und zwecks Planerfüllung auf 111 Geschichten zurückgreifen kann, die cirka 1001 Episoden a 3000 Zeichen hergeben; zum Beispiel die Heintje-Episode aus dem 2. von 4. Teilen aus der Titelgeschichte von DJ Baufresse. Hier im ND-Gewand.

Wissenswertes aus dem 13. Stockwerk

Bei der gestrigen Reformbühne, die insgesamt toll war, las Falko eine Science Fiction-Story vor, die er cirka 1983 geschrieben  hatte, als etwa 16jähriger.  Deshalb erzählte ich in der Anmoderation meiner Geschichte von einem Gedicht, dass ich in den ´80ern verfasste, zu Ehren unseres verblichenen Hamsters; wobei ich das aber nicht zusammen bekam, außer die letzte Zeile zum Wellensittich, und versprach, es an dieser Stelle nachzuliefern, da ich neulich diese Zettelei zu Hause in einem Karton fand. Nun ja, es ist sogar eine kleine Bildergeschichte, mit blauen Kugelschreiber auf gelben Papier. Hm. Die Bilder werde ich irgendwann nachliefern, der Text geht schon mal so:

Mucky wird immer blasser, denn er hat kein Wasser. Da hilft weder Brille noch Sonnenschirm, ihm rinnt der Schweiß von der Stirn. Die liebe Sonne lässt Mucky keine Luft zum Atmen. Der Teufel tut schon auf Mucky warten. Die Sonne verschwindet im Abendrot, Mucky ist schon lange tot. Morgen wird es wieder warm, da kann die Sonne Steffi haben.