Vorwärts immer?

24. März 2022

Freund Marco hat seine Fußballfibel zum FC Vorwärts Berlin / Frankfurt/Oder realisiert und freut sich über persönliche Bestellungen über den Kanal marco.bertramätgmx.de. Auf Wunsch signiert er das Werk und legt auch eine Scheibe Salami mit rein. Für Marco ist das Buch ein Fußball-Roman, und für mich, der es bis dato zur Hälfte immerhin gerne gelesen hat, eine wohl neue Art von Fußball-Sachbuch-Roman mit vielen schicken Fotos. Gut so. Fleißig wie er ist, stellte er ein Filmchen zwecks Eroberung des Weltmarkts her. Außerdem wird Marco am 31. März ab 17 Uhr im Hoolywood, Schönhauser Allee 43, ein Bierchen trinken und vor euren Augen lesen und signieren. Und da ich in dieser Fibel mit dem viereinhalbseitigen BFC-Gästeblock vertreten bin, werde ich ebenfalls im Hoolywood sein und vorlesen und unterschreiben, letzteres mit einem Namen oder Spruch eurer Wahl, zum Beispiel: „FCV – wir machen euch zur Sau!“

Zebrano statt Corona

6. März 2022

Anfang 2020 hatte ich mir vorgenommen, in eben jenem Jahr keine fünfmal alte Texte vorzutragen, was mir locker gelang. Es gab ´20/´21 wohl je einen Auftritt, also in etwa so wie zwischen 1965 und 1997, hahaha. Letzten Mittwoch nun der Auftritt im kleinen, feinen Zebrano Theater im Friedrichshain, der war schicki-schicki, zusammen mit Andreas Albrecht, Holger Saarmann und Sebastian Krämer. Habe von jedem Künstler ein Werk erschlichen, meistens per Zwangsumtausch. Das Publikum war amüsiert und maskiert. Vielen Dank auch an Peter für die Fotos.

Scheiß Seuche

30. Januar 2022

Die Viren lassen eine Veranstaltung nach der anderen ausfallen, so auch die Show Geschmacksverstärker am kommenden Mittwoch im Zebrano. Schade, schade. Habe immerhin optimistisch für die nächste Show am 2. März zugesagt. Und falls jemand Ozzy Osbornes zweiten oder dritten Nachholtermin für dessen Konzert am 26. Januar ´22 vergessen hat wahrzunehmen, macht nichts. Das Konzert, welches schon 2019 stattfinden sollte, wurde auf Mai ´23 verschoben. Ich wünsche uns allen maximale Gesundheit.

Endlich 57.

24. Januar 2022

Vor einer Woche hatte ich schon wieder Geburtstag. Und da ich unter anderem einen Arbeitsplatz in der schönen Storkower Straße geschenkt bekam, hatte ich für diesen Kanal hier weder Zeit noch Nerven. Die Feierlichkeiten waren sehr schön, und die Schichten, ich sag mal, neu und interessant. Nette Kollejinnen, uff jeden … Und die Kundschaft, überwiegend dufte, hier und da, äh, divers. Ich wünsche einigen befreudeten Schreiberlingen einen uncoolen Job, damit mehr Hass in deren Texte kommt. Ob ich demnächst einen Text über das Jobcenter Mitte fabriziere, lasse ich mal offen. Sie suchten einige Poststellenmitarbeiter, Einsendeschluss 1.12., haben auf meine Supermail aber nicht reagiert. Aber irgendwelche Zettel fordern, das können sie. Meine Brezelberger Arbeitsagentur fragte schon wieder nach einem Arbeitsnachweis vom Ex-Arbeitgeber. Ham se doch schon längst. Ziemlicher Kopfstand, den sie da von mir erwarten, für zwei Wochen ALG 1-Kohle. Habe heute in der Storkower an Sebastian Krämer einen Batzen Briefmarken verkauft und seine Anfrage, ob ich am 2. Februar im Zebrano-Theater zu Gast sein möchte, hoch erfreut begrüßt. Geschmacksverstärker heißt die Show, bei der fünf Leute aktiv sein sollen. Krankheitsbedingt verschoben werden muss leider der Palast der 1.000 Stullen, der am 5.2. im Baiz über die Bühne gehen sollte. Wird am 23. April nachgeholt. Alles Gute, Ahne!

P.S.: Mitte Februar dürfte auch die Vorwärts-Fibel von Samba-Marco erscheinen.

Endlich Neujahr und ´n paar Zerquetschte!

12. Januar 2022

Habe gestern die hellhäutigen Freunde Ahne und Jan zu Gast gehabt. Es gab einen Blech Nudelauflauf, einen Kasten Flensburger und viele Tonträger. Wir heckten Pläne für den 5. Februar aus, an dem ab 19 Uhr im Baiz unser alljährlicher „Palast der 1.000 Stullen“ über die Bühne gehen soll. Das Thema lautet: Freiheit. Habe einige Texte zur fehlenden Freiheit, die spielen alle im Osten, glaube ich. Obwohl, mal kucken … Ist wohl so ähnlich wie bei meinem dunkelhäutigen Wanderkumpel Bert, mit dem ich einmal im Jahr in Tschechien für zwei Tage unterwegs bin. Er meinte, im Osten sei er dauernd verprügelt worden, im Westen nie mehr. Und Ahne ermahnte mich gestern, ich solle auf dieser Seite hier öfter mal was schreiben. Mache ich: Bin heute dem Tipp eines Kumpels nachgegangen und habe mich elektronisch in seiner Firma beworben. Und weil ich so schön dabei war, ging ich auch gleich einer anderen duften Stellen-Chance schriftlich nach. Habe nicht am Roman gearbeitet oder mich am Saiteninstrument versucht. Keine Zeit, kein Bock. Prioritäten und so. Zurück zum Thema Freiheit. Soll ich am 5.2. neues Material vorstellen? Jan fragte neulich nach dem ersten Satz, worauf ich ihm das erste Kapitel schickte und er sich zweimal erschrocken haben muss Verbesserungsvorschläge machte. Ob die Baiz der richtige Ort ist? Erinnere mich an meine erste Lesung, Ende Januar 1998 im Sportlertreff. Ein Laden in der Villa Kunterbunt am Senefelderplatz, der während der Wende mehrfach von BFC-Hools angegriffen wurde. Der schlaue Veranstalter kündigte mich auf den Flyern als BFC-Hool an. Als ob so eine erste Lesung nicht schon spannend genug gewesen wäre. Naja, wurde alles gut. Freue mich auch auf die Baiz.

Tipp für diese Woche: Im 30. Jahr des Erscheinens von Sonic Youths Tonträger Dirty, sich selbigen endlich als LP oder CD zulegen.

Hallo Eisenach!

15. November 2021

Ich kann ein Weihnachtslied auf der Ukulele: „Leise rieselt der Schnee“. Wenn ich bei youtube noch ein Filmchen „50 Lieder mit drei Griffen“ kucke, bestimmt einige mehr. Werde immerhin am Freitag dem 3. Dezember ab 19 Uhr 30 mit Matze Klaß im Winterwald auftreten, also nicht open air am Fuße der Wartburg, sondern im Eisenacher Zentrum bei Hubert in der Altdeutschen Bierstube. Alte Geschichten, noch ältere Lieder. Klares Konzept. Werde mir Mühe geben müssen, da Matze immer besser wurde, von seinen Performances her. Dürfte ein schöner Abend werden, sofern er Corona-bedingt stattfinden kann. Ich habe mir jedenfalls schon Karten besorgt, für die Bahn. Und ihr holt euch welche für Hubert!

Fibel hier, Fibel da

11. November 2021

Habe heute endlich meinen Gastbeitrag für die von Frank Willmann herausgegebene Fußball-Fibel-Reihe geschrieben und an den Sektionsleiter Daniel Stolzenbach übermittelt. Ein Werk zu Tennis Borussia, in dem einige Kumpels auftauchen werden. Bin gespannt, kommt aber wohl erst zu Ostern, der Western. Andere Baustelle: Wie schreibt man eigentlich einen Roman? Also ich habe zuerst etwa sechs Kapitel fabriziert, die irgendwo mittendrin auftauchen sollen. Episoden halt, von denen ich mindestens eine längere schon im Baiz gelesen habe. Des weiteren habe ich bei meinem letzten Job, wenn die Arbeit nicht so sehr den Kopf belastete, mir einen ausgesponnen und viele knackige Sätze, bevor sie in Vergessenheit zu geraten drohten, per Elekropost nach Hause geschickt, was eine lustige Zettelwirtschaft ergab. Und neulich lief ich die Straßen ab, die im langen Riemen eine Rolle spielen sollen. Natürlich mit einem kleinen Schreibblock und ´nem Kugelschreiber. Voll der Kommunikations-Yeti. War aber ein schöner Tag. Schreibe nun zu Hause mit Bleistift auf Papier, weil ich so keine Tasten suchen oder das PC-Schnurren ertragen muss. Und wer bringt den Kram irgendwann ins Reine, wohlsortiert auf die Datei? Noch ist meine Laune gut, aber ich kann diese Vorgehensweise nicht empfehlen.

Tipp: Sich nicht so oft auf irgendwelche Gastbeiträge einlassen.

Mein erstes Stipendium

4. Oktober 2021

Aufgrund meines um die kommende Jahreswende anstehenden Job-Wechsels, vom Sachbearbeiter in der Poststelle der Zeitung Neues Deutschland zum Fahrstuhlführer im Fernsehturm, oder was auch immer, schwante mir schon, dass ich ein Vierteljährchen zu Hause verbringen könnte. Früher oder später. Letzten Montag überraschte mich die Freistellung für das restliche Vierteljahr aber doch ziemlich, und zwar positiv. Damit ich mir in Ruhe einen neuen Job suchen kann. Aha. Habe Ende letzter Woche von den trauernden Kollegen eine Tafel Schokolade, zwei Bücher und etwa 12 DVDs geschenkt bekommen. Derartige Manöver passen für mich zur Umbenennung des 1946 gegründeten Traditionsblattes, von Neues Deutschland in nd Der Tag, die vor etwa einem Jahr erfolgte. Muss ick nich persönlich nehmen. Immerhin ahne ich jetzt, wann ich aus meinen 60 Romanseiten doppelt so viele machen könnte. In naher Zukunft nämlich. Komme mir vor, als habe ich mein erstes Literatur-Stipendium erhalten. Immerhin habe ich mich, wenn ich mich richtig erinnere, etwa 2007 einmal beworben, während der Arbeit am 2010 veröffentlichten Büchlein Bambule Berlin; weil ein Macher meinte, wenn ich seinem Literaturbetrieb was schicken würde, käme ich unter die ersten 50. Verrückte Welt.

Tipp: Sich den Konzertfilm von Zerfall ansehen, der letzten Sonnabend im Babylon-Mitte erstmals gezeigt wurde. Habe dort einen der lustigsten Kino-Abende meiner fünfeinhalb Jahrzehnte erlebt, auf jeden Fall den duftesten dieser 20er Jahre.