Ich glaube wieder an den Weihnachtsmann

Es ist noch keine 14 Tage her, als der nicht ganz unbekannte Groundhopper und Fußballautor Michael Stoffl bei Facebook bekannt gab, zwei große Kartons mit Vinylschnitten an einen Selbstabholer abgeben zu wollen. Umsonst, Tricklos. Er wohnt im Prenzlauer Berg, sogar diesseits der Anhöhe, keine Viertelstunde von meiner gemütlichen Bleibe entfernt. Was sollte da schiefgehen? Letzten Dienstag kam mein Sohn mit seinem Automobil vorgefahren und schon buckelten wir alles hocherfreut von dannen. Und Micha, wie war er nur auf so eine Idee gekommen? Tja. Er löst seine Wohnung auf und siedelt nach Mexiko über. Er wäre schon einige Male dort gewesen und hätte sich alles gut überlegt. Krass. Mutig. Na dann, ich mache ihn noch mal besoffen, wenn ich ihm mein neues Werk überreichen kann, hoffentlich im Mai. Abgemacht. Versprochen. Obwohl diese Bayern ja nicht besoffen werden, die werden nur dicker. Während man mit ihnen in der Kneipe sitzt, und selber fast vom Stuhl fällt, weil der sich vergrößernde Bauch des Gegenübers einen den Tisch entgegendrückt, sagen sie nahezu nüchtern so was wie: Ey, trink do och ma wat! Jedenfalls höre ich nun jeden Tag die Scheiben von Bands, die ich zu meiner Kassettenzeit super fand, die ich aber zu den LP-Schnäppchenjährchen fast schon wieder vergessen hatte: The Housemartins, Frankie goes to Munich, Go-Betweens, Bauhaus … Ja, ist schon was anderes, ob man von so nem Ex-Münchner 300 + x Platten mit mindestens 77 Treffern übernimmt, oder von seiner Merseburger Tante so 20 Amiga-LPs mit 19, naja. Bis einige Exemplare von Der BFC war schuld am Mauerbau eintreffen, werde ich die flotten Westscheiben nicht durchgehört haben. Vom Buch gibt es, wie ich neulich bemerkte, auf der Verlagsseite immerhin schon eine tolle Leseprobe. Gefällt mir: Vorwort, Inhalt, vier Geschichten. Und nun das Schärfste! Christian vom Arete Verlag hat einige Hundert Bierdeckel herstellen lassen, auf denen jeweils Der BFC … beworben wird – und die sind heute per Paket bei mir eingetroffen. Ungefähr eine Million Bierdeckel mit der teilweisen Cover-Abbildung. Ich werde während der kommenden Tage und Wochen meinem Gegenüber bei der Begrüßung einen Bierdeckel überreichen. Hier, meene Karte, äh, Pappe!

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