Dezember 25th, 2011
Da der Weltmarkt meine beiden Geschichtenbücher nicht mehr so unkompliziert bereit hält und ich über die Rechte verfüge, dachte ich mir, stelle ich doch einfach eine Auswahl daraus zusammen und garniere diese mit einigen unveröffentlichten Storys, beziehungsweise solchen, die sich bisher nur in seltsamen Anthologien fanden, die inzwischen ausverkauft sind. Zu meiner Überraschung umfassen diese Texte, die weder im Debüt noch im Zweitwerk auftauchten, gut und gerne eine eigenständige Geschichtensammlung, die ich so eigentlich anbieten könnte. Die Bücher meiner Freunde und Umzugshelfer werden ja auch immer dünner. Haben nur etwas über 100 Seiten mit viel Platz für eigene Notizen. Mir ist aber mehr so nach 333 bis 444 Seiten mit essentiellen Texten. Einige suchte ich übrigens umsonst in den vielversprechenden Dateien “Unveröffentlichtes” oder “Goldstaub”, ich fand sie im Mail-Mülleimer. Das werte ich mal nicht als Zeichen, sondern freue mich einfach, die Storys nicht aus diesen oder jenen Büchern abschreiben zu müssen.
Ansonsten halte ich mich an dieser Stelle momentan so zurück, weil ich mich Monetenmäßig neu orientiere. Das muss der Literatur nicht schaden, denn meine Debüt-Hits habe ich lange vor dem Sprung in die Selbständigkeit als Schreiberling fabriziert. Generell gilt, dass dem Künstler der Kontakt zur Bevölkerung gut tut.
Tipp für heute: Suche starten.
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Dezember 9th, 2011
Neulich klingelte es an der Wohnungstür. Ein böser Onkel meinte, er käme von Kabel Deutschland, er wolle sich erkundigen, ob ich bei diesem Anbieter wäre und wenn ja, ob alles störungsfrei lief, ob er kurz in die Wohnung hinein dürfe. Äh, nee. Muss Kabel Deutschland doch wissen, ob ich dabei bin, oder? Lösung: Ja, alles in Ordnung. Keine Chance, GEZ-Knecht! Heute dagegen gab ich der Unterwelt drei Chancen. 1. ”Guten Tag, reißt Ihr Drucker gerade den Arsch hoch? Benötigen Sie einen neuen zum Haustürtarif?” 2. “Einen wunderschönen … sind Ihre CD-Rohlinge alle? Immerhin wollen Sie für das morgige BFC-Spiel doch die Stadion-Musik zusammenstellen.” 3. “Ich weiß, wohin Sie Ahnes CD gelegt haben.”
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Dezember 7th, 2011
Sagte mal irgendwer. Jedenfalls hat Robert Naumann endlich sein erstes Buch draußen, nach über einem Jahrzehnt harter Lesebühnenschule. ”Ich hartz dann mal ab - Bekenntnisse eines kleinen Schmarotzers”. Der Titel ist von ihm, das Bild nicht. Ich finde beides, äh, suboptimal. Robert rockt, er ist kein “kleiner Schmarotzer”, sondern ein authentischer Schreiberling. Das weiß ich seit der Gründung der Chaussee der Enthusiasten. ALG S bezog er, weil es das bedingungslose Grundeinkommen weder in M noch in L oder XL gibt. Der Titel und das Bild wirken auf mich als wolle der Verlag einen putzigen Tunichtgut für ´ne Ablösesumme zu RTL weiterschubsen. Aber okay, warum kein goldener Käfig? Jedenfalls sind Naumanns Texte gut, das Buch wird seine Anhänger finden. 20. bis 100.000 Menschen werden sich wundern, schmunzeln und verzeihen.
13.12.*, 21:00 Uhr, Roberts Buchvorstellung in der Kohlenquelle, mit dem musikalischen Gast Konrad Endler.
* All children are beautiful
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