Archive for the ‘Allgemein’ Category

GEZ heißt jetzt Kabel Deutschland

Freitag, Dezember 9th, 2011

Neulich klingelte es an der Wohnungstür. Ein böser Onkel meinte, er käme von Kabel Deutschland, er wolle sich erkundigen, ob ich bei diesem Anbieter wäre und wenn ja, ob alles störungsfrei lief, ob er kurz in die Wohnung hinein dürfe. Äh, nee. Muss Kabel Deutschland doch wissen, ob ich dabei bin, oder? Lösung: Ja, alles in Ordnung. Keine Chance, GEZ-Knecht! Heute dagegen gab ich der Unterwelt drei Chancen. 1. ”Guten Tag, reißt Ihr Drucker gerade den Arsch hoch? Benötigen Sie einen neuen zum Haustürtarif?” 2. “Einen wunderschönen … sind Ihre CD-Rohlinge alle? Immerhin wollen Sie für das morgige BFC-Spiel doch die Stadion-Musik zusammenstellen.” 3. “Ich weiß, wohin Sie Ahnes CD gelegt haben.”

Humor ist eine ernste Angelegenheit

Mittwoch, Dezember 7th, 2011

Sagte mal irgendwer. Jedenfalls hat Robert Naumann endlich sein erstes Buch draußen, nach über einem Jahrzehnt harter Lesebühnenschule. ”Ich hartz dann mal ab - Bekenntnisse eines kleinen Schmarotzers”. Der Titel ist von ihm, das Bild nicht. Ich finde beides, äh, suboptimal. Robert rockt, er ist kein “kleiner  Schmarotzer”, sondern ein authentischer Schreiberling. Das weiß ich seit der Gründung der Chaussee der Enthusiasten. ALG S bezog er, weil es das bedingungslose Grundeinkommen weder in M noch in L oder XL gibt. Der Titel und das Bild wirken auf mich als wolle der Verlag einen putzigen Tunichtgut für ´ne Ablösesumme zu RTL weiterschubsen. Aber okay, warum kein goldener Käfig? Jedenfalls sind Naumanns Texte gut, das Buch wird seine Anhänger finden. 20. bis 100.000 Menschen werden sich wundern, schmunzeln und verzeihen.

13.12.*, 21:00 Uhr, Roberts Buchvorstellung in der Kohlenquelle, mit dem musikalischen Gast Konrad Endler.

* All children are beautiful

Kultur & Wirtschaft

Donnerstag, Dezember 1st, 2011

Aufgrund der tollen Tage in Seoul ging vom dortigen Goethe Institut zwar eine “weltweite Empfehlung” an die Zentrale in München, damit Gläsernikov hier & da, sowie ab & zu, innerhalb einer Woche einen Monatslohn einheimst, doch selber einladen kann ich mich entgegen der ersten Vermutung nicht einmal ins Nachbarländle. Kostet nur Porto & Bücher. Laut der Leute in Palermo und Rom gäbe es bei ihnen kaum Publikum für deutschsprachige Lesungen. Schade, sonst ist es für einen Sponsor mit drei Eiern auch kein Problem, wenn nur 10 Zuhörer auftauchen. Zum Beispiel wenn VW zur “Kultur im Zelt” einlädt, oder wenn Thalia eine ”Fußballlesung” anbietet, zeitgleich zur  EM im TV. Hauptsache der Künstler ist mit dem Hotel zufrieden. Doch wenn es in der ewigen Stadt gilt, 100 Menschen anzulocken, könnte man es als Goethe-Römer so machen wie die Instituts-Seouler, indem man von den deutschen und koreanischen Studenten einen Reader erstellen lässt, worin sich eine Textauswahl in beiden Sprachen findet. Wofür gibt es in Italien überhaupt so viele deutsche Kulturbotschaften? Könnten wir uns Turin, Neapel, Mailand und Genua sparen? Ich meine:  Heidewitzka, Herr Kapitän!

Tipp für heute: Kontaktversuche per Elektropost starten.