“Liebe ist, einander Tapete zu sein.”

Diese Weisheit gab Herr Kampa im Rahmen der gestrigen Chaussee von sich, während es Frau Fuchs so formulierte: ”Männer und Frauen passen besser zusammen als Blumensträuße und Mülltüten.”  Hätte ich alles gar nicht mitbekommen, wenn mich Grandmaster Richter nicht gegen 19:45 angerufen und gefragt hätte, ob ich kurzfristig so tun könne, als sei ich Mister Naumann. Okay, hübsch und satt genug für den abendlichen Ausgang war ich bereits. Allerdings hatte ich mir vorgenommen, in der Staatsgalerie Prenzlauer Berg Electric Galenza & Co. zu lauschen, also deren Gespräch, das vom Drogenkonsum in der DDR handeln sollte. Wobei ich mich weniger für das gesetzliche und biochemische Kleinklein der Zonenfreaks interessierte, sondern mehr für die Action staatlicherseits. Denn ich hörte einst, dass die Genossen damals die Jugendklubs umgehend platt machten, wenn vom proletarischen Alkoholkonsum abgewischen wurde. Wenn Erich Mielke heutzutage noch könnte, würde er aus dem RAW-Gelände einen zweiten Parkplatz für die O2 World machen und die dortigen Dealer zu deren Wächter resozialisieren. Von so was handelte die gestrige Gesprächrunde in der Galerie wohl. Ich wäre manchmal der einzigste gewesen, der geklatscht hätte, und heute würde ich beim Zahn- oder Augenarzt sitzen. Jedenfalls war die Show der Chaussee ziemlich dufte, auch ich gab mir Mühe. Ich verdiente viele Euros, von denen ich eben bei bwin vier verlor, weil zwischen Tadschikistan und Litauen nicht ein einziges Törchen fiel. Scheiß U21-Fußball-Teams! Na gut, davon gehe ich nicht pleite. Deshalb noch ein lustiges Kampa-Zitat zum Thema Weltuntergang: “Das Volk der Maya ist untergegangen, obwohl auf dem Kalender noch so viel Platz war.”

Tipp für heute: 20:00, The Pikes im Schokoladen.

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