Archive for Februar, 2011

Dostojevskij

Freitag, Februar 25th, 2011

Habe von Janko Lavrin das Dostojevskij-Buch gelesen, also die Bildmonografie aus der rororo-Reihe. Nachdem Dostojevskij als junger Schriftsteller mit ersten Erfolgen, “Arme Leute”, mit anderen Intellektuellen ein bisschen vor sich hinrevoltiert, läuft es auf seine Scheinerschießung mit der Begnadigung in letzter Sekunde hinaus, nach der er für einige Jahre nach Sibirien als Zwangsarbeiter muss, und von dort aus zur Armee. Dass alles bezeichnet Dostojevskij aber als weniger schlimm, gegenüber seiner Zeit in Europa, hauptsächlich Wiesbaden und andere deutsche Städte, wo er sein Hab und Gut beim Roulette verzockt. Wieder in Russland drückt der Abgabetermin eines Romans, der, wenn er nicht eingehalten wird, zur Folge hat, dass er alle Rechte an seinen bisherigen Werken an den Verleger abtritt. Dostojevskij genießt dennoch den Sommer und beginnt erst 26 Tage vor Ultimo seiner neuen Flamme einen Roman zu diktieren. “Der Spieler”. Sicher keiner seiner fünf besten Romane, aber gemessen an den Umständen sensationell. Ansonsten immer wieder Hunger und Anfälle. Aus intensiverer Vergeistigung resultieren ausufernde  Werke. “Schuld und Sühne”, “Die Dämonen”, “Die Brüder Karamásov” ….

Dolly zu Guttenberg

Donnerstag, Februar 24th, 2011

Leute, wir müssen stark sein, denn der Guttenberg wird noch einige Zeit auf allen Kanälen dominieren. Er ist nämlich nicht nur kein Doctor Feelgood, sondern er ist auch kein von und zu Adliger. Und, was vermutlich in vier Wochen raus kommt, ist, dass er geklont ist. Ja, er trug schon als fescher Bub den Kosenamen Dolly. Aber man ließ ihn weiter machen, in Krippe und Schule. Strumpf verbummelt, Bleistift zerkaut - da legte man den Mantel des Schweigens drüber. So kam er einige Jahrzehnte durch, so wird es weiter gehen, mit dem schwierigen Schmierigen.

Obladi Oblada

Montag, Februar 21st, 2011

Habe neulich bei der Chaussee erfahren, das nach Stephan bald auch Robert die Top 100 aufmischt. Ick weeß nich, ob schon im nächsten Herbst, jedenfalls tut er dit über Rowohlt, dem HSV unter den Verlagen. Seine lektorierten Ausschnitte hat er mit breiter Brust vorgelesen, der Roboter der Herzen. Meine neuen Texte vermochten das positive Gesamtbild auch nicht zu trüben. Uns wächst allen ein drittes Ei, und manchInnen ein erstes; und wieder waren fast 1.000 Besucher in den stinkenden Stuben auf dem RAW-Gelände, man glaubt es kaum.

Mein für Ende Februar nach Friedrichswalde geplanter Betriebsausflug mit Ahne wird auf den 6. Mai verschoben.