Dostojevskij
Freitag, Februar 25th, 2011Habe von Janko Lavrin das Dostojevskij-Buch gelesen, also die Bildmonografie aus der rororo-Reihe. Nachdem Dostojevskij als junger Schriftsteller mit ersten Erfolgen, “Arme Leute”, mit anderen Intellektuellen ein bisschen vor sich hinrevoltiert, läuft es auf seine Scheinerschießung mit der Begnadigung in letzter Sekunde hinaus, nach der er für einige Jahre nach Sibirien als Zwangsarbeiter muss, und von dort aus zur Armee. Dass alles bezeichnet Dostojevskij aber als weniger schlimm, gegenüber seiner Zeit in Europa, hauptsächlich Wiesbaden und andere deutsche Städte, wo er sein Hab und Gut beim Roulette verzockt. Wieder in Russland drückt der Abgabetermin eines Romans, der, wenn er nicht eingehalten wird, zur Folge hat, dass er alle Rechte an seinen bisherigen Werken an den Verleger abtritt. Dostojevskij genießt dennoch den Sommer und beginnt erst 26 Tage vor Ultimo seiner neuen Flamme einen Roman zu diktieren. “Der Spieler”. Sicher keiner seiner fünf besten Romane, aber gemessen an den Umständen sensationell. Ansonsten immer wieder Hunger und Anfälle. Aus intensiverer Vergeistigung resultieren ausufernde Werke. “Schuld und Sühne”, “Die Dämonen”, “Die Brüder Karamásov” ….