Basta!

Ich hatte mich bei der Anreise nach Görlitz gewundert, weil Dan, Jakob und ich laut einiger Schilder immer noch in der Oberlausitz verkehrten, nicht aber im Westzipfel Schlesiens, wo ich mich schon wähnte, auf den Spuren meiner Ahnen väterlicherseits. Görlitz ist wohl doppelt gemoppelt, au Backe. War aber ´ne informative Fahrt. Dan hat Turbohusten und Jakob werkelt als Chef an einem Theaterstück für die Volksbühne herum, in dem eine Hauptrolle mit Kurt K. aus N. besetzt sein wird. Im Juni kommt es zu zehn Aufführungen, also rechtzeitig ´ne Karte sichern. Jedenfalls hatten wir in Schlesien eine Villa Kunterbunt zum Ziel, um dort Texte vorzutragen, und zwar zwischen den Liedern einer Bremer Bääänd ohne Strom. Ich und mein Tiger, sowie ich, wir zogen nach meinem Gefühl die Stimmung ab und an etwas runter, während die Herren Richter und Hein aus der gut besuchten Bude einen Kookaburra zu machen gedachten. Ich hatte mitunter das Gefühl, dass ein paar Kulturinteressierte einige Probleme mit meiner Version des spröden Charmes hatten. Schon komisch, das Bilderbuchstädtchen Görlitz. Über dem Restaurant “Dreibeiniger Hund” hängt ein Schild mit einem Hundebildnis, allerdings mit einem Nullbeiner. Und im “Basta”, der links- alternativen Nische, verkehren nur schöne Frauen, was für solche Läden ja auch untypisch ist. Und falls es jemanden interessiert, am kommenden Mittwoch stolziere ich mit meinem neuen Skatalites-Shirt inmitten des dynamischen Mobs umher.

Mein Förderer der Woche ist Matze K. aus E., aufgrund seiner Wochenschau, in der er mein neues Werk als Buch zur WM bezeichnete.

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