Archive for April, 2010

Morgen 12.00 Uhr, übermorgen 13.00 Uhr …

Freitag, April 30th, 2010

… heißt es: Demonstrieren! Morgen Mittag wollen die, die sonst nicht viel mit dem Prenzlauer Berg zu tun haben, durch eben jenen marschieren, von der Bornholmer Straße über die Schönhauser Allee zum Alex oder so. Von 2.000 bis 3.000 Nazis wird medienmäßig ausgegangen. Also 1.111 …? Ich habe nicht geforscht, wie deren Route verlaufen könnte, vielmehr gehe ich davon aus, dass ungefähr 10.000 Leute auf der Bornholmer skandieren werden: Hier spaziert die Internationale! Mit ´ner Pizza to go in den Händen gegen die Schweinshaxendiktatur. Unsere Freunde & Helfer werden die Nazis nach ein bis drei Wartestündchen in die S-Bahn nach Nirgendwo setzen, wie vor fünf Jahren auf dem Alex, als jene Unter den Linden zu marschieren gedachten und durch das Brandenburger Tor. Siehe Twitter.

Der 2. Mai ist der Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen, oder zumindest der Nachmittag der Party Artys, die sich alle paar Monate mit dem amtlichen Papierkram auseinander setzen müssen, obwohl sich die Lebensverhältnisse nur nach Jahren ändern. Ach und dann erst all die Arbeiter, die sich zwischen ihren Schichten des Grauens noch im JobCenter nackig machen müssen.  Kommt zum internationalen Treffpunkt: 13.00 Uhr, Senefelder Platz. 

Musik aus den iPods unserer kleinen Brüder …

Dienstag, April 27th, 2010

… Rummelsnuff, 2010, Freier Fall. Gibt´s für uns Alte vielleicht sogar auf einer in diesem Jahr erscheinenden Compactdisc.

Barrikade l´amore

Montag, April 26th, 2010

Gestern Nachmittag habe ich in mein Büchlein noch schnell ein autonomes Inhaltsverzeichnis eingearbeitet und am Abend bei Thilo in der Barrikade tatsächlich daraus vorgelesen, also nicht aus dem Inhaltsverzeichnis, sondern die Seiten 78 bis 85 und 165 bis 168. Wesentlich weniger als ich mir vorgenommen hatte. Ich fühlte mich nicht so locker mit diesen gewagten Auskopplungen, aber hinterher haben mir einige Leute so´n Buch abgekauft, also wird´s schon okay gewesen sein. Mann, war das eine verräucherte Stampe. Muss ich wohl einen Eimer Brennnesseltee trinken, während ich Thilos Werk lese. Einfacher ist es im Sportforum in Hohenschönhausen. Ich stand vor dem Spiel zwischen dem Vereinsheim und der Tribüne und verkaufte ohne jegliche Lautsprecherdurchsage ein Dutzend Bücher. Okay, das ist nur die halbe Wahrheit. Die Reaktionen dürften sehr unterschiedlich ausfallen. Hier sind die ersten aus Kumpelkreisen: 

Guido W. zu Rico R.: “Brauchste nich lesen, is langweilig.”

Rico R. zu mir: “Zehnmal besser als DJ Baufresse.”

Hertha-Andi  zu mir: “Ich bin erstaunt, is ja sehr durchstrukturiert, muss ich nochmal lesen … is jedenfalls ne gute Zwei.”

Prima! Aber das 0:4 war ´ne glatte Fünf.